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Vergiftungen - Symptome - Was ist bei einer akuten Vergiftung zu beachten?

 

 

Pflanzenschutzmittel können, besonders bei unsachgemäßer (falscher) Anwendung, zu einem Gesundheitsrisiko für Haus- und Wildtiere werden.
Auch vorsätzliche Vergiftungen mit Pflanzenschutzmitteln kommen leider immer wieder vor.
Wie kann ich eine Vergiftung feststellen?
Grundsätzlich können für eine Vergiftung keine spezifischen Anzeichen genannt  werden.
Es muss beachtet werden, dass nachfolgend beschriebene Krankheitssymptome auch bei Tollwut und anderen auf den Menschen übertragbare Infektionserkrankungen auftreten können.
Daher sollte stets eine mögliche Infektionsgefahr beim Umgang mit auffälligen Tieren
beachtet werden.
Am lebenden Tier lassen sich allgemeine Anzeichen für eine mögliche Vergiftung wie folgt zusammenfassen:

* starkes Erbrechen
* starker Speichelfluss
* starker Durchfall
* Zittern
* Schwäche
* Kreislaufkollaps
* Krämpfe
* Blaufärbung der Zunge
* Atemnot
* Bewusstlosigkeit

Was ist bei einer akuten Vergiftung zu beachten?

Bei Verdacht auf eine Vergiftung sollte bei Haustieren sofort ein Tierarzt aufgesucht werden.
Für Verdachts- oder Notfälle stehen des weiteren in den Bundesländern Giftinformationszentren oder Beratungsstellen rund um die Uhr zur Verfügung. Sind noch Reste übrig von dem, was das Tier vermutlich aufgenommen hat (Reste von Pflanzenschutzmitteln, evt. Verpackungsteile, erkennbar angefressene zuvor behandelte Pflanzen oder Pflanzenteile), sollten diese dem Tierarzt übergeben werden, damit er unter Umständen gezielt eine Behandlung durchführen kann. Es gibt kein allgemein wirkendes Gegenmittel! Jede Substanz wirkt anders und somit ist auch die Behandlung anders. Es kommt immer auf die Art des Giftes und auf die Dosis an.
Ausserdem sollte die Tierhalterin oder der Tierhalter zu folgenden Fragen, sofern bekannt, dem Tierarzt Angaben machen können:

* Was, wann und wie viel hat das Tier gefressen (Pflanzenschutzmittel, Verpackungsreste, behandelte

   Pflanzen)?

* Wurde oder wird momentan beim Tier eine Parasitenbehandlung vorgenommen, wenn ja, seit wann und

   mit welchem Mittel (evtl. Verpackung dem Tierarzt mitbringen)?

* Bekommt / bekam das Tier Medikamente, wenn ja, seit wann und was wurde in welcher Menge / Dauer

   verabreicht (Verpackungen zum Tierarzt mitnehmen)?

* Wurden im Käfig / Zwinger neue Einrichtungsgegenstände angebracht, wie Schlafhütte, Zweige, Äste

   oder wird andere Einstreu (Vögel, Nagetiere etc.) verwendet?

* Wann und mit welchen Holzschutzmitteln wurde der Käfig / Zwinger vor kurzem gereinigt / gestrichen?

 

Vergiftungserscheinungen können auch auftreten, wenn ein Tier nicht fachgerecht oder mit einem ungeeigneten Mittel gegen Parasiten behandelt wird / wurde. Ebenso können zu hoch oder falsch dosierte Medikamente giftig wirken. Deshalb sind oben erwähnte Angaben über Behandlung mit Medikamenten oder Antiparasitika für den Tierarzt wichtig.

© 2005 BVL
Herausgeber: Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL)
Dienststelle Braunschweig
Messeweg 11/12
38104 Braunschweig
Telefon: 05 31/2 99 35 49 Telefax: 05 31/2 99 30 05
E-Mail:
poststelle@bvl.bund.de   >>> Danke für die freundliche Genehmigung der Veröffentlichung!

 

Broschüre "Wirbeltiervergiftungen durch Pflanzenschutzmittel" hier zum Download:

Broschüre "Wirbeltiervergiftungen durch Pflanzenschutzmittel" (pdf) (pdf, 240 KB)